Stay Out Of Trouble: Know Your Korean “Yes”

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p style=”text-align:justify;”>As an anthropologist a main rule is not to stand out in the crowd of natives. In order to get around your native neighborhood without attracting too much attention, it is necessary to quickly pick up certain rules and etiquettes of your foreign country of choice. Saying “yes” doesn’t seem to be too difficult at first glance; however, sometimes the right or wrong “yes”, can change people’s attitude towards you. Korea offers some special difficulties in this case.

There is more than one way to say “yes” in Korean. As you may know Korean language is parted into formal (존댓말 /jondaemal/) and informal (반말 /banmal/) speech style. This means almost every verb and some words can be expressed in both polite and casual speech depending whom you’re talking to. Usually one learns 네 (/ne/) or 예 (/ye/) – whereas 예 can be considered a little more polite – for saying “yes” as this formal “yes” keeps foreigners out of trouble. The informal counter part to 네 would be 어 (/eo/) or 응 (/eung/). Therefore, finding the right word for “yes” can influence your fate on Korean streets. Let’s say you encounter a Korean on the street (which is likely to happen) and you feel the urge to start a conversation: either because you went nuts the last hour finding the right metro entrance, you try to hook up with a scared Korean, you want to impress a Korean schooler with your language skills or whatever other reason. I found Koreans were very happy if they could be helpful to foreigners; there is always somebody around glad to come to your rescue.

Regardless of which language you spoke or if you understood everything they said afterwards, once you made your way through the various Korean and Engrish sentences it is elementary to react (which you should have done throughout the explanation anyway)! Reaction is fundamental to any kind of Korean communication; and even if it is fundamental in your country, it is even more in Korea. The second to worst is to just stare and keep quiet. Even not knowing any Korean word – react! And best way is to say “yes” and nod excessively. It shows attention, respect and willingness to learn.

Doesn’t seem too tricky, right? Wrong! Try never, I mean NEVER EVER to react with sounds which suggest understanding. Germans often like to do so as we find it rather impolite and irritating to keep on muttering when somebody is talking. We react with sounds like “hmh”, “ehn”, “hmm”, “uh”, “ah” etc. In Korea this can be considered as highly impolite while talking to somebody whom you are not close to, who is older or social superior, as these mumbled words sound just like the informal Korean “yes”. As a casual speech style, 반말 is only used towards younger people, close friends and relatives. Speaking informally to a stranger or worse, an elder or superior is very rude and can get you scolded and leave a bad impression of yours. In some situations even the being-a-foreigner wild-card can’t stop Koreans feeling at least awkward.

It is something one really has to pay attention to as it can easily slip off one’s mind. I caught myself a couple of times being “rude by accident”. Luckily, up till now Koreans have been rather generous to me in these cases. So, don’t forget to react properly or otherwise you may have messed up with a new Korean acquaintance before getting to know him; and in the daily jungle of Korean streets you will need any ally you can find.

P.S.: You may think you’ll be on the safe side by using different formal words of understanding, such as 알겠어요 (/algesseoyo/), 알겠습니다 (/algesseumnida/) or 그래요 (/geuraeyo/)… but, hey, they also have an informal form in Korean. 메렁!

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 Der koreanische Ja-Sager

Oberstes Devise eines Anthropologen ist, bloß nicht unnötig bei der Erforschung der Einheimischen auffallen. Mach dich möglichst schnell mit den neuen Regeln und Gepflogenheiten vertraut, damit die Eingwöhnung erleichtert wird. Es scheint zwar nebensächlich, aber die richtige Art der Zustimmung in einem anderen Kulturkreis kann ausschlaggebend für weitere Entwicklungen sein. Ein Ja ist nicht gleich ein Ja. Zu wissen wie man Sachen annimmt oder ablehnt hängt dabei auch von der richtigen Vokabel ab. Das Ja-Sagen ist also nicht immer so einfach wie man denkt und Korea bietet hier ein paar Besonderheiten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten auf Koreanisch “Ja” zu sagen. Wie manche von euch vielleicht wissen, wird die koreanische Sprache in formelle (존댓말 /jondaemal/) und informelle Sprache (반말 /banmal/) aufgeteilt. Das bedeutet, jedes Verb und auch einige andere Vokabeln können sowohl informell als auch formell gebildet werden, je nachdem wen man anspricht. Üblicherweise lernt man als Ausländer 네 (/ne/) oder 예 (/ye/) für “Ja”, da mit diesen Wörtern wenig Gefahr besteht, unhöflich zu sein – wobei 예 als etwas höflicher angesehen werden kann. Das informelle Pendant zu 네  ist 어 (/eo/) oder 응 (/eung/).

Es kann durchaus entscheidend sein, welches “Ja” man in Korea benutzt. Sagen wir, ihr stoßt in Korea auf einen Koreaner (soll vorkommen) und aus irgendeinem Grund überkommt euch der Drang mit ihm oder ihr zu reden – sei es weil ihr endlich den richtige U-Bahn Eingang finden wollt, mit einem verschreckten Koreaner anbandeln wollt, einen Schüler mit euren enormen Koreanisch Kenntniss richtig neidisch machen wollt oder was auch immer – dann ist es notwendig die richtigen Wörter parat zu haben. Im Übrigen habe ich die Erfahrung gemacht, dass Koreaner trotz mancher Sprachschwierigkeiten immer zuvorkommend sind und gerne bereit jedem aus der Patsche zu helfen.

Unabhängig davon, ob ihr Wort für Wort von eurem koreanischen Helfer verstanden habt, sobald ihr euch durch den ganzen Wörterwust durchgekämpft habt, ist eine Reaktion eurerseits wichtig. Noch besser ist es, ihr reagiert zustimmend während seiner Rede. Die angemessene, aber kontinuierliche Reaktion auf den anderen ist ein wichtiger Teil der koreansiche Kommunikation. Mag es auch in eurer Kultur wichtig sein, Koreaner legen noch mehr Wert darauf. Die sicherste Art angemessen zu reagieren ist durch ein “Ja” und ständigem Nicken. Gar keine Reaktion ist nicht sehr willkommen. Ein beherztes “Ja” oder zustimmendes Verhalten zeigt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Respekt gegenüber dem anderen und bereitwilliges Zuhören und Lernen.

Damit ist die Gefahr gebannt, richtig? Falsch! Es kann alles noch aus dem Ruder laufen, wenn ihr gemurmelte oder zustimmende Töne anstatt einem klaren “Ja” von euch gebt. In Deutschland ist es eher üblich bei einem Gespräch nicht den anderen durch ständige Einwürfe zu unterbrechen. Wir bevorzugen eher Laute der Zustimmung, statt Worte wie z.B. “hmh”, “ehn”, “hmm”, “uh”, “ah” etc. Das wiederum kann in Korea als ganz schön unhöflich aufgenommen werden, da diese Laute sehr stark dem koreanischen informellen “Ja” ähneln. Informelle Sprache wird nur gegenüber jüngeren Personen, engen Freunden oder Verwandten benutzt. Jemandem, mit dem man nicht vertraut ist, der gar älter oder sozial höher gestellt ist, unaufgefordert informell anzusprechen, kann sehr schlecht aufgenommen werden und einen bleibenden negativen Eindruck hinterlassen. In manchen Situationen kann nicht einmal der “Ich-bin-Ausländer”-Joker verhindern, dass ein Koreaner sich unbehaglich fühlt.

Es ist nur eine Kleinigkeit, aber gerade auf Kleinigkeiten sollte man achten, da sie auch sehr gerne übersehen oder vergessen werden. Sie sind aber auch am schwierigsten zu erlernen, da sie kulturell geprägt sind, und für einen selbst meist selbstverständlich. Ich habe mich bereits unzählige Male nachträglich (!) geohrtfeigt, weil ich das falsche “Ja” benutzt habe. Zum Glück hatte es bis jetzt (so weit ich weiß) keine weitreichenden Konsequenzen gehabt. Versucht also auf die richtige Reaktion zu achten oder ihr verscherzt es euch mit einem Koreaner noch bevor ihr ihn wirklich kennen lernen könnt.

P.S.: Man könnte meinen, dass man mit anderen formellen Wörtern der Zustimmung sicherer fährt, wie z.B. 알겠어요 (/algesseoyo/), 알겠습니다 (/algesseumnida/) oder 그래요 (/geuraeyo/)… aber auch hierzu gibt es ein informelles Pendant auf koreanisch. Ätsch!

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